Conall

Mason

Zwei Merkmale, die sich durch das Schaffen des 1971 geborenen Dortmunders ziehen sind die Nähe zur grafischen Gestaltung mit geometrischen Zügen und die typografischen Konstrukte.

Ersteres ergab sich aus der Tätigkeit seines Vaters als Architekt, ein Erbe, das noch heute in seinen Arbeiten nachwirkt und seine Orientierung an fast mathematischen Strukturen geprägt hat. So folgen Masons Leinwandarbeiten klaren Regeln, die unter anderem abgestimmte Balkenbreiten und Abstände verlangen und das Ziel verfolgen, eine möglichst klare Symbiose der verwendeten Buchstaben zu bilden. Diese Buchstaben sind in jedem Falle die gleichen: MASON.

Diesen Namen trägt er seit Beginn seiner Graffiti Karriere und behandelt ihn bis heute als Kern und Medium seiner Arbeiten. Aus dem einfachen Tag entwickelt, wuchs die Buchstabenfolge zu seinem Bildträger heran, den es immer wieder aufs Neue kreativ zu gestalten galt. Heute unterscheidet sich sein komplex reduzierter Stil beispielsweise stark von den Spuren, die er vor allem in den 90er Jahren auf Zügen hinterlassen hat. Bis es überhaupt dazu kam, ging Mason einen erkenntnisreichen Weg, auf dem er 1986 dem Graffiti begegnete.

Als 14jähriger begleitete er erstmals Schulfreunde und entdeckte seine Faszination für die Sprühdose. In den weiteren Jahren wurde er eine Schlüsselfigur der noch jungen Dortmunder Graffitiszene und entwickelte seinen eigenen Stil. Es folgten Reisen unter anderem nach Amsterdam und New York und die Aufnahme in die New Yorker Crew TFP (The Fantastic Partners), die ihre Ursprünge in den 70er Jahren hat.