Conall

Paul du Bois-Reymond

In seinen Arbeiten zeigt Paul du Bois-Reymond Szenen des Chaos, in denen sich das enorm fragile Leben und die sich niemals auflösende Angst offenbaren und sich Großstadt und Natur auf eigentümliche Weise miteinander verweben. Eine erzählerische Weltanschauung führt seinen Bleistift, reguliert das Hell und Dunkel mit unzähligen Durchbrüchen von hellgrau bis metallisch schwarz. Simultankontraste werden nicht durch Farben, sondern durch Dinge und Geschehnisse gezeigt, ausgelöst durch brutale Prismen. Diese magische Methode des Surrealen erlaubt grausame Proben und Albträume jedermanns eigener Vorstellung.

Das Anti-Idyll: ein künstlerischer Standpunkt ins Extrem überführt. Das führt zu starken emotionalen Schwankungen. Manchmal legt sich die Unendlichkeit des Bildes, vielleicht um sich auszuruhen!? Aber es gibt keinen Frieden – das ist die melancholische Realisierung seiner Papierarbeiten. Schnappschüsse, Muster und Strukturen erscheinen unvorhersehbar im Gesichtsfeld, drängen sich in den Vordergrund. All das muss organisiert und durcheinandergebracht werden, gezeigt und versteckt zu gleichen Zeit. Es lastet ein ungeheurer Druck auf offenen und geschlossenen Augen. Diesbezüglich sind Paul du Bois-Reymonds Kenntnis und Talent Effekte in seinen Bleistiftzeichnungen zu erzeugen ein Segen für seine Arbeiten und deren Betrachter.